Interview mit Eva und Thorsten Chruszcz

Als Trainees in Wiedenest

Im Rahmen der Wiedenester Trainee-Ausbildung ist eine neue Runde eingeleitet worden. Volker Clemm befragte die beiden neuen Trainees Thorsten und Eva Chruszcz zu ihrem Trainee-Dasein.

Hallo Thorsten, hallo Eva, sagt Ihr bitte kurz, wer Ihr seit, wo Ihr herkommt und ob Ihr vor eurer Bibelschulzeit schon einen Beruf erlernt habt?

Thorsten: Ich bin Thorsten Chruszcz, 29 Jahre alt und komme ursprünglich aus Burscheid. Die letzten Jahre vor der Bibelschule habe ich Wermelskirchen gewohnt, wo ich auch zur Gemeinde gegangen bin. Vor der Bibelschule habe ich Schreiner gelernt, Zivildienst gemacht und mein Abitur im zweiten Bildungsweg nachgemacht.

Eva: Ich bin Eva Chruszcz, geb. Meyer, 23 Jahre alt und komme ursprünglich aus Wildeshausen, Nähe  Oldenburg. Vor meiner dreijährigen Bibelschulzeit habe ich eine Ausbildung als Industriekauffrau gemacht und ein Jahr in diesem Betrieb gearbeitet.

Als Trainees in Wiedenest - Interview mit Eva und Thorsten Chruszcz

Warum habt Ihr Euch für ein Traineejahr in Wiedenest entschieden?

Thorsten: Ich habe eine Berufung von Gott, vollzeitlich für ihn zu arbeiten, die sich auch immer wieder  bestätigt hat. Allerdings habe ich nur wenig Erfahrung in der Mitarbeit. Im Sommer 2002 habe ich mich bekehrt und von 2006 bis 2009 war ich auf der Bibelschule hier in Wiedenest. Die Erfahrungen, die ich  bis dahin gesammelt hatte, schienen mir zu wenig zu sein, um sofort nach meiner Ausbildung in den  vollzeitlichen Dienst einzusteigen und somit auch die volle Verantwortung für eine solche Stelle zu übernehmen. Das Traineekonzept, das während meiner Bibelschulzeit vorgestellt wurde, hat mich angesprochen und immer wieder beschäftigt, so dass ich mich nach einzelnen Gesprächen, unter anderem auch mit Veit Claesberg, dafür entschieden habe, ein Traineejahr ganz oben auf die Liste meiner Möglichkeiten, was ich nach der Bibelschule mache, zu setzen. Das Konzept von Mentoring und Begleitung im Anfangsdienst war für mich dann letztlich so überzeugend, dass ich mich dafür  entschieden habe. Auch die gute Freundschaft zu Pascal Mainz, der mein Vorgänger hier als Trainee war und mit dem ich oft über seine Erfahrungen und Erlebnisse geredet habe, hat da hineingewirkt.
Ich bin sehr dankbar, dass es geklappt hat und ich gemeinsam mit meiner Frau jetzt hier sein kann.

Eva: Mein Traum ist es, Gemeinden in der Jugendarbeit zu unterstützen. Aber weil ich mich erst 2002 bekehrt und keine langjährige Erfahrung in Jugendarbeit habe, fühlte ich mich sicherer, wenn ich mir diese noch aneigne. Um Praxis zu bekommen. Von den Jumis und ihrer Arbeit kann ich viel lernen, habe ich mir gedacht, und deshalb wollte ich gerne in Wiedenest ein Traineejahr absolvieren. Wie sich bis jetzt schon bestätigt hat, lerne ich durch das Traineejahr sehr viel: beruflich, persönlich und geistlich.

Was erwartet Ihr für Euch selbst?

Thorsten: Drei Jahre Bibelschule sind viel Theorie. Ich erwarte, dass ich jetzt viel vom Gelernten in die  Praxis umsetzen kann und dass das Wissen lebendig wird. Ich möchte gutes Teamwork kennen lernen
und einen guten Überblick über das Vollzeitlersein bekommen. Ich möchte positive Erfahrungen  sammeln. Natürlich ist mir auch gutes Feedback wichtig, damit ich aus Fehlern lernen kann.
Allgemein wünsche ich mir, dass ich in meiner Persönlichkeit weiter wachse und Gott immer besser kennen lerne und immer wieder neu erfahre.

Eva: So wie ich mich kenne, traue ich mir neue Aufgaben oft nicht zu. Und deshalb ist meine Erwartung  an mich selber, dass ich nicht davon laufe, sondern mich meinen Herausforderungen stelle. Und das tue ich auch! Erwartungen an mein Team sind die, dass ich ein ehrliches Feedback und eine gute Unterstützung bekomme – und die bekomme ich auch. Außerdem würde ich gerne einen Einblick in die  überörtliche Jugendarbeit bekommen und sehen, wie umfangreich sie ist. Da ich vor diesem Traineejahr noch nicht so viele Erfahrungen im Halten von Jugendstunden hatte, wünsche ich mir, auch in diesem  Bereich meine Praxis zu erweitern. Ich denke, dass es für die Zukunft ebenfalls hilfreich sein kann, wenn ich weiß, wie ich eine Freizeit planen und durchführen kann. Deshalb finde ich es klasse, dass ich  so viele Möglichkeiten habe, dies zu lernen.

Wer betreut Euch?

Thorsten: Ich werde von Daniel „Dazi“ Zimmermann betreut.

Eva: Markus Kalb ist mein Mentor, mit dem ich mich über das Arbeitsbuch „Die sieben Wege zur  Effektivität“ von Stephen Covey austausche und es auf mein Leben anwende. Außerdem haben wir ca. alle zwei Wochen ein Mentoring Treffen, in dem wir die letzen Wochen reflektieren und vorausschauen.  Bei Fragen bezüglich meiner Aufgaben kann ich mich an Markus, aber auch an die beiden anderen Jugendreferenten wenden. Was sind Eure Aufgaben?

Thorsten: Wir besuchen Jugendgruppen, um dort in einer Jugendstunde oder einem Jugendgottesdienst zu predigen. Aber auch in Sonntagsgottesdiensten bin ich zum Predigen zu Gast. Wir begleiten die Jumis zur Beratung von Jugendgruppen. Freizeiten sind ein anderer Schwerpunkt unserer Arbeit. Ich bin beim Freeride-Camp Winterberg, der neuen Action Freizeit für Teens, dabei und leite die Badefreizeit nach Sardinien. Darüber hinaus leite ich die sozial-missionarische „Hoffnungswoche“ in Duisburg und bin bei einem Playstage-Einsatz dabei. Über Ostern werde ich Hauptredner bei den Osterteentagen in Thiersheim/Selb sein und bei den Mitarbeiterkursen hier in Wiedenest mitarbeiten. 

Eva: Vor dem Traineejahr gab es ein Gespräch, in dem ich meine Erwartungen von diesem Jahr nennen konnte. Wir haben dann die Jahresplanung entsprechend gestaltet. Weil meine Erwartungen so vielschichtig sind, sind es auch die Aufgaben: von der Andacht in einer Jugendstunde,  Mitarbeiterschulungen und Seminaren über Playstage- und Hoffnungseinsätze bis hin zur Leitung und
Durchführung von Freizeiten. Weil ich als Trainee für ein Jahr mit zu dem JugendforumsTeam gehöre, nehme ich auch an den Sitzungen teil und kann so meine Meinung mit reinbringen und erfahre, wie man eine Sitzung leiten kann.

Worauf freut Ihr Euch?

Thorsten: Ich freue mich besonders auf die Badefreizeit in Sardinien. Mir macht es Spaß, zu planen und  zu organisieren. Ich freue mich, ein Mitarbeiterteam zusammenstellen zu dürfen und zu leiten. Auf die Freizeit selber und auf die Teilnehmer freue ich mich natürlich auch. Anderen Menschen zu dienen, ist  eine meiner Gaben. Und so hoffe ich, dass wir eine tolle Zeit auf Sardinien erleben und die Teilnehmer auftanken können, gute Impulse bekommen, Gott begegnen, die Gemeinschaft genießen und motiviert nach Hause fahren.

Eva: Meine Arbeit macht mir total Spaß und ich freu mich auf die vielen Aufgaben. Das Ausprobieren von Neuem oder das Anpacken von Aufgaben, die ich schon einmal gemacht habe. Besonders freue ich mich auf die zwei Freizeiten im Sommer, die Hoffnungswoche, ebenfalls im Sommer und die  Pfingstjugendkonferenz.

Was stehen demnächst für größere Projekte an?

Thorsten: Ein Projekt im Sommer, dass zurzeit geplant wird, ist die Hoffnungswoche in Duisburg. Wir  wollen gemeinsam mit einem Team aus ehrenamtlichen Mitarbeitern und Studierenden aus Wiedenest und der Gemeinde in Duisburg einen sozial-missionarischen Einsatz durchführen. Es wird darum gehen, den Menschen im Umfeld der Gemeinde zu dienen und ihnen in ihren Nöten zu begegnen. So sollen sie dann praktisch die Nächstenliebe der Christen erleben. Ganz einfach, ohne große Worte, sondern viel mehr in der Tat. Dieses Projekt geschieht auch in der Vorschau auf das Jahr 2011, in dem deutschlandweit im Rahmen der Initiative Hoffnung 2011 Teenager- und Jugendgruppen sozial- diakonisch tätig werden.

Eva: An größeren Projekten stehen als nächstes die Jubiko (Jugendbibelkonferenz) an und die Playstageschulung. Und zwischendurch muss immer mal wieder für die Freizeit geplant werden. Gibt es schon Pläne für die Zukunft?

Thorsten: Wir möchten gerne Jugendarbeitin Deutschland machen. In welcher Form und ob wir das  zusammen machen können oder nicht, wird sich hoffentlich in den nächsten Monaten zeigen. Wir hoffen, dass Gott uns klar aufzeigen wird, was dran ist und wo er uns am besten gebrauchen kann. Eva: Hm, für die Zukunft gibt es noch keine konkreten Ziele. Fest steht, dass ich gerne Jugendarbeit in Deutschland machen würde. Gemeindearbeit, überörtliche Arbeit, offene Jugendarbeit … das ist noch die Frage. Dann wünschen wir Euch für das Rest- Traineejahr alles Gute und Gottes Segen!

Spenden

Seien Sie unser Gast

Lernen Sie die Biblisch-Theologische Akademie kostenlos als Gast kennen, und erleben Sie für ein bis zwei Tage die Atmosphäre auf unserem Campus.
+49 2261 406-126

Kontakt

Biblisch-Theologische Akademie
Eichendorffstraße 2
51702 Bergneustadt

Tel: +49 2261 406-126
Fax: +49 2261 406-155

btawiedenest.de
Wegbeschreibung