Über uns

Forum Wiedenest ist ein christliches, gemeinnütziges Bildungs- und Veranstaltungszentrum in Bergneustadt-Wiedenest. 70 festangestellte sowie 400 ehrenamtliche Mitarbeiter sind überwiegend in den drei Arbeitsbereichen Biblisch-Theologische Akademie, Jugend- und Gemeindeforum sowie Weltweite Mission tätig. Auf der Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz arbeiten wir in Deutschland und im Ausland zusammen mit vielen freikirchlichen und kirchlichen Gemeinden.

Unsere drei Arbeitsbereiche

Biblisch-Theologische Akademie
Theologische Ausbildung von 125 jungen Leuten, die nach ihrer Absolvierung vollzeitig oder ehrenamtlich tätig sind als Mitarbeiter oder Pastoralreferenten in christlichen Gemeinden (Gemeindearbeit, Jugendarbeit usw.), als Missionare im Ausland oder die sich durch ein akademisches Aufbauprogramm auf einen Mastertitel vorbereiten. Im „herzwerk“ haben junge Leute die Möglichkeit, lebensbezogen und beruflich Orientierung zu finden.

Jugend- und Gemeindeforum
Konferenzen, Fortbildungen und Freizeiten zu vielen Themen einer christlichen Gemeinde wie Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Männern und Frauen. Beratung von Leitungskreisen. Jährlich nehmen etwa 10.000 Teilnehmer an den Veranstaltungen von Forum Wiedenest teil.

Weltweite Mission
145 weitere Wiedenester Mitarbeiter und 33 Kurzzeitmitarbeiter arbeiten international in 28 Ländern, beispielsweise als Ärzte, Krankenschwestern und Lehrer sowie in der Literatur- oder Jugendarbeit bzw. im Aufbau und der Unterstützung von christlichen Gemeinden.

Die Werksleitung

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Ulrich Neuenhausen
Leiter des Werkes

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Rainer Kuschmierz
Studienleiter,
beratendes Mitglied

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Horst Engelmann
Leiter Weltweite Mission

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Martin Schneider 
Leiter Jugend- und Gemeindeforum

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Walter Franz
Leiter Verwaltung

 

 

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Dorothea Rathje
Leiterin Hausbereich,
beratendes Mitglied

Der Vorstand

Zum ehrenamtlichen Vorstand des Werkes gehören:

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Frank Braselmann
Vorsitzender

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Dr. Volker Assmann

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Wolfgang Kuhs

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Frieder Seidel

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Ulrich Neuenhausen
Leiter des Werkes

Alle Mitarbeiter des Werkes (2018)

  1. Reihe von links: Thomas Detert, Horst Engelmann, Prof. Dr. Christoph Stenschke, Tim Klassen, Dr. Matthias Burhenne, Nelli Harder-Machinga, Markus Guterding, Hanna Müßle
  2. Reihe: Wolfgang Klippert, Jörg Filler, Matthias Richtsteiger, Christopher Orth, Katrin Baum, Andrea Kallweit-Bensel, Regine Penner, Damaris Berndt, Rahel Kille, Esther Schneider, Martin Schneider
  3. Reihe: Abel Hoffmann, Ute Gieske, Sabine Jäger, Bettina K. Hakius, Sarah Pistor, Barbara Lüling, Judith Beyer, Dorothea Rathje, Annette Nickel
  4. Reihe: Benjamin Dyck, Birgit Schröder, Rainer Baum, Judith Böhm, Monika Spiecker, Anna Wall, Dr. Gunnar Begerau, Dr. Maximilian Zimmermann, Joachim Schuster, Markus Gerisch
  5. Reihe: Viktoria Enns, Walter Franz, Martina Thiel, Ulrich Neuenhausen, Volker Clemm, Rainer Kuschmierz, Waltraut Lanz, Regina Guterding

Nicht auf dem Bild (Stand: Okt 2018): Siegfried Beecken, Susanne Borner, Ulrike Endress, Samuel Fischer, Katharina Hildebrandt, Cornelia Kalisch, Katja Klaas, Elisabeth Klassen, Viktor Klassen, Hubert Keil, Jasmin Korsten, Christoph Lippe, Sebastian Kunz, Dominik Lorenz, Judith Meyer, Matthias Mißmahl, Annette Moog, Thomas Mühling, Dennis Nowack, Paul-Otto Schnurr, Gabriele Thieme, Anke Thomä, Benjamin Vorher und weitere wechselnde Mitarbeiter wie Trainees, FSJler, Praktikanten.

Die Geschichte von Forum Wiedenest

Die Biblisch-Theologische Akademie Wiedenest wurde 1905 in Berlin als "Allianz-Bibelschule" gegründet. Führende Persönlichkeiten der Evangelischen Allianz und der sogenannten "Offenen Brüder" sahen die Notwendigkeit, Evangelisten für das zaristische Russland auszubilden.
Zu den prägenden Gestalten der Gründerzeit gehörten Christoph Köhler und Johannes Warns, die sich beide der Brüderbewegung verpflichtet wussten, mit der wir uns bis heute verbunden fühlen. Gleichzeitig pflegten sie eine Offenheit gegenüber allen an Christus Gläubigen. Diese Offenheit spiegelt sich unter anderem in der Zusammensetzung unserer Schülerschaft wider.

Aufgrund der wirtschaftlichen Notsituation nach dem Ersten Weltkrieg zog die Bibelschule 1919 nach Wiedenest um. In den 30er- bis 50er-Jahren wurde sie vor allem durch Erich Sauer und seine Veröffentlichungen bekannt. Es war seine besondere Gabe, die großen Linien der Heilsgeschichte herauszuarbeiten und verständlich zu machen. Seit Anfang der 50er Jahre wurde an der Bibelschule und in den Gemeinden in ihrem Umfeld die Weltmission als Aufgabe neu entdeckt. Unter der Leitung von Ernst Schrupp, Mitbegründer der Studentenmission Deutschland (SMD) und der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), entstand 1952 ein eigenständiger Missionszweig aus der Bibelschule. Heute begleitet die Wiedenester Mission insgesamt 140 Missionare in vielen Ländern der Welt.

Forum Wiedenest ist also heute Missionshaus, Biblisch-Theologische Akademie sowie Jugend- und Gemeindeforum. Das fruchtbare Miteinander von Biblisch-Theologischer Akademie, Mission und Jugend- und Gemeindeforum macht die Besonderheit unseres Werkes.

Unsere Werte

Motivation

Die Motivation unseres Handelns entspringt der Liebe Gottes in Jesus Christus. Durch sie hat Gott uns in seinen Dienst berufen. Deshalb sind wir ihm verantwortlich in allem, was wir planen und tun. Zum Dienst benötigen wir seine Gnade. Wir handeln auf der Grundlage der Heiligen Schrift, die vollständig vom Heiligen Geist inspiriertes Wort Gottes ist, und in der Kraft seines Geistes.

Auftrag

Unser Herz brennt dafür, die Welt mit dem Evangelium zu erreichen. Wir verstehen uns als ein Werk, das Christen zu einem missionarisch-diakonischen Lebensstil motiviert. Wir haben attraktive Angebote für Multiplikatoren aller Altersgruppen. Wir helfen örtlichen Gemeinden, ihre geistliche Berufung zu leben und ihre vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. Unsere biblisch fundierte und praxisbezogene Ausbildung befähigt Mitarbeiter zu lebenslangem geistlichen Wachstum und wirksamem Dienst. Forum Wiedenest ist ein gastfreundlicher Ort für Christen unterschiedlicher Herkunft und Generationen.

Zusammenarbeit

Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit allen, die sich zu Jesus Christus als Herrn bekennen, die der Bibel als dem geschriebenen Wort Gottes vertrauen und die die Leidenschaft für missionarisches Handeln mit uns teilen. Wir schaffen Freiräume für kreatives Denken und eigenständiges Arbeiten. Wir sind innovativ bei der Suche nach neuen Wegen im Erfüllen des missionarischen Auftrags. Wir leben in guten Beziehungen und suchen die Begegnung mit Menschen unterschiedlicher kultureller und gesellschaftlicher Prägung. Unsere Zusammenarbeit lebt von Respekt und gegenseitiger Wertschätzung.

Wiedenest ist bibeltreu - und was ist mit katholischen Referenten?

Die Bibel ist für uns Mitarbeiter bei Forum Wiedenest Gottes Wort und höchste Autorität.

Die Bibel ist auch im Raum der katholischen Kirche Gottes Wort mit höchster Autorität. Zu dieser Autorität kommt die Autorität der Tradition, also der Beschlüsse der Kirche zu verschiedenen Lehren im Laufe der Kirchengeschichte. Forum Wiedenest lehnt diese Lehren der historischen Kirchen nicht pauschal ab: Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes, der Beschluss zum Kanon des Neuen Testamentes oder die Lehre über die doppelte Natur Jesu Christi etwa sind auch für uns verbindlich, obwohl sie teilweise nur indirekt aus der Bibel ableitbar sind. Wir können das apostolische Glaubensbekenntnis mit sprechen, das im vierten Jahrhundert entstanden ist. Allerdings gibt es eine Reihe von katholischen Lehren, die wir bei Forum Wiedenest weder vertreten noch bejahen.

Bibeltreue bedeutet für uns, dass sich alle Lehren und Traditionen immer wieder neu am Wort Gottes messen lassen müssen. Bibeltreue heißt für uns, dass die Bibel als inspiriertes Wort Gottes vertrauenswürdig ist. Sie ist vom Heiligen Geist inspiriert (2 Timotheus 3, 16) und spricht auch heute in unser Leben hinein. Sie ermutigt, Gott zu vertrauen und uns auf seinen Anspruch einzulassen. Sie ist wirksam und kräftig (Römer 1, 16-17) und wird vom Heiligen Geist gebraucht, unsere Herzen zu verändern (Hebräer 4, 12). An ihr muss sich selbst die Lehre der Kirche messen lassen, auch die Beschlüsse der EKD, jede Predigt und jede Prophetie.

Für unser Verhältnis zur Katholischen Kirche bedeutet das, dass wir keine institutionelle Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche suchen und auch keine theologische Annäherung betreiben. Wir freuen uns über jede Bewegung und jeden Theologen in der katholischen Kirche, denen Jesus alles bedeutet und die ihn erkennen, wie ihn die Bibel bezeugt. Von dieser Kirche als Institution unterscheiden uns jedoch unser Kirchenverständnis, unser Verständnis von Maria, der Mutter Jesu, unser Verständnis von der Bedeutung des Abendmahls und der Taufe und einige andere Punkte. Deshalb ist eine institutionelle Annäherung von Forum Wiedenest an die katholische Kirche weder gewollt noch in Zukunft beabsichtigt.

Warum aber dürfen dann zum Beispiel Katholiken wie Johannes Hartl bei Veranstaltungen von Forum Wiedenest auftreten und Vorträge halten?

Forum Wiedenest gibt einem katholischen Theologen wie Johannes Hartl deshalb Raum zu sprechen, weil er deutlich bibelbezogen ist. Es ist ein großartiges Geschenk an die Christen, wenn Brüder oder Schwestern so eindrücklich und von der Bibel her über die Schönheit und Majestät Gottes, über Ehrfurcht vor Gott und das Gebet sprechen können - und das auch im persönlichen Leben intensiv umsetzen! Doch wir nehmen uns die Freiheit, Grenzen zu setzen: So lehrt spricht Johannes Hartl bei Forum Wiedenest nicht über die katholische Kirche und wirbt natürlich nicht dafür, sondern hält als begabter Prediger und sich zu Jesus Christus bekennender Nachfolger einen Vortrag.

Wieso aber darf jemand über ein Thema sprechen, wenn er nicht in allen seinen Glaubensüberzeugungen unserer Meinung ist?

Johannes Hartl ist ja immer noch Katholik und glaubt einige Dinge nicht so, wie wir bei Forum Wiedenest das tun. Wieso darf er dann bei uns sprechen?

  1. Wir gehen davon aus, dass keine Bewegung und kein Lehrer "vollkommen" ist in seinem Verständnis von Gottes Wort, der Bibel. Das begründen wir z.B. mit 1.Korinther 13,9-12, wo Paulus deutlich macht, dass es keine vollkommene Erkenntnis gibt, sondern immer nur eine teilweise. Die Bibel selbst ist natürlich vollkommen, gar keine Frage. Aber unser Verstehen ist es nicht.
  2. Wir akzeptieren keine Lehren, die das Evangelium von Jesus Christus falsch darstellen. Dazu gehörten im ersten Jahrhundert sowohl gesetzliche Lehren wie auch synkretistische, also religionsvermischende. In seinem Video „Freundliche Antwort an Michael Kotsch und Abdul Memra“ betont Johannes Hartl, dass er gerettet ist durch Bekehrung zu und Glauben an Jesus allein. Das ist Evangelium. Wir würden auch keine Sprecher aus protestantisch-konservativen Gemeinden einladen, wenn sie durch Neigung zu Gesetzlichkeit das Evangelium verdunkeln.

Drei Dinge aber müssen als Basis erfüllt sein, damit wir jemanden als Sprecher zu Konferenzen einladen: 

  1. Gottes Wort, die Bibel, muss für ihn letzte Autorität sein. 
  2. Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt, muss für ihn die Mitte von allem sein, auch von seinem persönlichen Leben. 
  3. Der Heilige Geist muss sein Herz für Gott und Menschen, für Mission und Liebe schlagen lassen. 

Wenn wir diese drei Merkmale entdecken, dann können wir mit Meinungsverschiedenheiten in anderen Bereichen leben, solange nicht aktiv für irgendwelche Sonderlehren geworben wird.

 

 

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