Seelsorgewochenende mit integriertem Seelsorgetag

"Liebe deinen Nächsten..." - traumatisierten Flüchtlingen und anderen traumatisierten Menschen liebevoll und kompetent helfen

Der Seelsorgetag, der auch als Wochenende buchbar ist, möchte sich den dramatischen Entwicklungen in unserem Land– der Flüchtlingswelle – und den daraus resultierenden Herausforderungen stellen. Insbesondere geht es um „Traumatisierte Menschen verstehen und begleiten“.

So aktuell das Thema „Flüchtlingswelle“ durch die Ereignisse in 2015/2016 ist, so beständig zieht es sich auch durch die Menschheitsgeschichte, ob zu biblischen Zeiten oder im Blick auf die Auswirkungen der letzten Weltkriege. Nicht wenige Menschen der Kriegsgeneration kämpfen noch heute mit den traumatischen Auswirkungen einsam vor sich hin, da sie damals keine kompetente Hilfe bekamen.

Viele Flüchtlinge haben Traumata erlebt und Schweres mit angesehen: Angehörige verhungerten oder ertranken vor ihren Augen, sexueller Missbrauch, Vergewaltigungen, Mord, Hunger, Kriegsgeschehen jeglicher Art …

Diese belastenden Erfahrungen brechen oft in ruhigeren Lebensphasen nochmals dramatisch auf. Dies kann zu Verwirrungen in unserer Gesellschaft und unseren Gemeinden führen, z. B.: Achmed, hat sich gut in Deutschland integriert, kommt zur Gemeinde, hat einen Job – aber seit einigen Wochen hat er sich verändert, ist unzuverlässig, wirkt träge, zieht sich zurück. In der Gemeinde werden die ersten Stimmen laut: „Das ist nun der Dank, wo wir ihm so viel geholfen haben, nun lässt er sich gehen, wird faul.“

Nein, Achmed ist nicht faul, er ist traumatisiert und weiß nicht, wie er Entlastung in seiner seelischen Not oder Erkrankung finden kann. Nachts wacht er schweißgebadet auf, die Schreie seiner ertrinkenden Schwester erlebt er in „Tagträumen“ immer wieder, als sei es gestern gewesen Er versucht zu vergessen, Computerspiele und Alkohol helfen ihm kurzfristig, aber sein Leben entgleitet ihm immer mehr – er findet keinen Halt mehr. Er schämt sich, weiß nicht, was mit ihm los ist.

 

Wir möchten biblisch und medizinisch kompetent Hilfen zum Verstehen und zur Begleitung von traumatisierten Menschen anbieten. Hauptthemen sind:

  • Flüchtlinge in der Bibel und Gottes Handeln
  • Was sind traumatische Ereignisse, was sind Traumafolgen, emotional und geistlich?
  • kulturelle Unterschiede, mit psychischen Nöten umzugehen
  • Wie kann der Einzelne und die Gemeinde liebevoll und kompetent helfen – und wo muss er sich selbst schützen, Grenzen setzen?
  • das Zusammenspiel zwischen ehrenamtlich Aktiven, Gemeinden und Fachleuten (Hausärzten, Psychiatern und Psychotherapeuten

 

Hauptreferentin ist Dr. Frauke Schaefer (Psychiaterin und Psychotherapeutin) aus North Carolina. Außerdem wird es eine Talkrunde und verschiedene Interviewblöcken mit Flüchtlingen, Helfern aus Athen etc. geben. 

Dr. Frauke Schaefer ist selbst in einer Flüchtlingsfamilie aufgewachsen, war als Wiedenester Missionsärztin in Nepal (damals noch Dr. Frauke Wörpel), hat eine Psychotherapieausbildung an der Klinik Hohe Mark absolviert und in Amerika den Facharzt für Psychiatrie gemacht. Dort lebt sie auch, hat eine eigene Praxis, in der sie auch Traumatisierte begleitet. Darüber hinaus ist sie bei Barnabas International in der pastoralen und seelsorgerlichen Unterstützung von Missionaren aktiv. Frauke und Charles Schaefers Buch „Trauma and Resilience“ dient der Ausrüstung von Seelsorgern und Laien in der Unterstützung von Traumatisierten.

Die Details

Datum6.-8. Oktober 2017 oder nur 7. Oktober 2017
Zeit

Freitag 18:30 Uhr (mit dem Abendessen) bis Sonntag ca. 14:00 Uhr (nach dem Mittagessen)
Seelsorgetag: Samstag 9:30 bis 17:30 Uhr

Preis

Seelsorgetag: 39 € inkl. Mittagessen.
Wochenende: 78 € inkl. Verpflegung zzgl. Unterkunft siehe Anmeldeformular

Leitung
Matthias Burhenne
ReferentDr. Frauke Schaefer
Anmeldung

bis zum 27. September 2017, ein etwaiger Anmeldestopp wird hier bekannt gegeben.

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